Neues aus Pipedrive Projects
Pipedrive ist seit Jahren stark in dem, wofür es gemacht wurde: Vertrieb. Pipelines, Deals, Aktivitäten — eine der ausgereiftesten Sales-Plattformen im Mittelstand. Für die Phase nach dem Verkauf hat die Plattform lange weniger Tiefe geboten; wer komplexere Kundenprojekte mit vielen Beteiligten und langer Laufzeit orchestrieren wollte, hat häufig parallel Asana oder Monday eingesetzt.
Pipedrive Projects ist das After-Sales-Modul, das diese Lücke schließen soll — die Erweiterung für alles, was nach dem Won-Klick kommt: Onboarding, Implementation, Customer Success, Wartung. Lange war das Modul bewusst schlank gehalten, ohne öffentliche API, ohne tiefe Auswertung. 2026 hat Pipedrive eine Welle an Neuerungen ausgerollt, die es deutlich erwachsener machen und die Zeit nach dem Verkauf endlich richtig abdecken.
Mehrere Zuständige und Kommentare
Pipedrive Projects schließt 2026 die größten Komfort-Lücken zur Konkurrenz. Aufgaben lassen sich endlich mehreren Zuständigen zuweisen, Notizen kommentieren, Dateien aus Google Drive direkt anhängen. Was bei Asana und Monday seit Jahren Standard ist, kommt jetzt in Pipedrive an.
Eigene Felder und Rotten-Markierung
Eigene Felder in Projects ziehen 2026 mit Deals gleich. Wer ein Adressfeld im Projekt-Layout braucht, kann es anlegen, als Pflichtfeld setzen, gruppieren, mit Berechtigungen pro Rolle versehen — alles, was bei Deals seit Langem ging, geht jetzt auch hier.
Dazu hat Pipedrive die Rotten-Funktion auf Projects übertragen: Projekte, die zu lange in einer Phase hängen, werden im Board als liegengeblieben markiert. Was bei Deal-Pipelines seit Jahren signalisiert, dass jemand draufschauen sollte, kommt jetzt auch für After-Sales-Phasen.
Insights fürs After-Sales
After-Sales-Kennzahlen gibt es seit Ende April 2026 im selben Insights-Dashboard wie die Vertriebs-Kennzahlen. Wer wissen wollte, wie lange ein Projekt durchschnittlich in der Umsetzung hängt oder wie ausgelastet ein Verantwortlicher ist, hat sich das bisher aus Excel oder einem zweiten Tool zusammengesucht. Jetzt liegt die Antwort im selben Dashboard.
v2 API und Task-Automation
Die Projects API gab es bereits — als rudimentärer v1-Endpoint, mit dem sich Projekte und Tasks zwar lesen und anlegen ließen, aber kaum sinnvoll orchestrieren. Seit Frühjahr 2026 läuft v2: erweiterte Endpoints für Projekte, Phasen und Tasks, dazu Webhooks für alle relevanten Events. n8n und vergleichbare Workflow-Engines hören damit auf Phasen-Wechsel, neue Tasks und Status-Änderungen, statt im Minutenraster pollen zu müssen.
Spürbarer im Tagesgeschäft ist eine andere Neuerung. Pipedrive-Automations greifen seit dem April-Release auch auf bestehende Tasks zu — bisher ließen sich Tasks per Automation nur beim Anlegen befüllen, alles danach war Handarbeit. Jetzt setzt eine Automation Verantwortliche um, verschiebt Fälligkeiten, schließt Tasks oder ändert deren Status, sobald ein Trigger feuert. Wer ein Projekt in die nächste Phase schiebt, kann offene Tasks darin im selben Lauf mit-aktualisieren — ohne Workaround über die API.
Gantt und Deal-zu-Project-Handover (Beta)
Pipedrive Projects bekommt 2026 zwei weitere Funktionen, beide derzeit in einer Beta mit rund 850 Unternehmen: eine Gantt-Ansicht für Projekt-Zeitpläne und einen automatischen Deal-zu-Project-Handover, der gewonnene Deals in vorbefüllte Projekt-Briefings überführt.
Der Handover ist der schwerere Teil. Sobald ein Deal auf gewonnen springt, baut Pipedrive aus dem Deal-Kontext ein Projekt-Briefing — Notizen-Verlauf, Zusagen-Liste, Stammdaten, Anhänge — und legt es im Projects-Modul ab. Was bisher in einem Übergabe-Gespräch zwischen Vertrieb und After-Sales durchgegangen werden musste, liegt vorbereitet im selben System.
kapio und Pipedrive Projects
kapio ist Pipedrive-Partner und betreut mehrere Mittelständler in Pipedrive Projects. n8n läuft bei kapio auf der Projects v2 API und synchronisiert Tasks und Phasen-Wechsel mit ERPs und externen Tools.